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Der Weg einer Rechnung

Von 08:00 bis 08:05 — und Sie haben nichts getan außer einer Freigabe.

So sieht ein gewöhnlicher Morgen mit OMNI Audit aus. Vier der fünf Schritte laufen ohne Sie.

  1. 08:00

    Eingang

    Schritt 1 — automatisch

    OMNI Audit holt die Belege selbst ab: Upload im Browser, überwachter WebDAV-Ordner, Rechnungspostfach per IMAP oder Scanner-Verzeichnis. Alle Kanäle laufen durch denselben Prüfpfad.

    Müssen wir unsere Abläufe umstellen?

    Nein, das ist der Sinn der vier Kanäle. Wenn Ihre Lieferanten heute an eine Sammeladresse mailen, binden wir dieses Postfach an. Wenn gescannt wird, überwachen wir das Scanverzeichnis. Sie ändern nichts, die Belege kommen trotzdem an.

    Gibt es einen Kanal mit schwächeren Prüfungen?

    Nein, und das ist eine Architekturentscheidung: Alle Eingangskanäle rufen dieselbe Funktion auf. Es gibt technisch keinen zweiten Weg in die Datenbank, der Prüfungen überspringen könnte.

    Was ist mit E-Rechnungen im XRechnung- oder ZUGFeRD-Format?

    Strukturierte Rechnungsdaten sind der einfachere Fall — sie müssen nicht erst ausgelesen werden. Die Prüfregeln greifen anschließend identisch.

  2. 08:01

    Auslesen

    Schritt 2 — automatisch

    Lieferant, Betrag, Datum, IBAN, Steuerbeträge und Zahlungsziel werden extrahiert — mit Konfidenzwert je Feld. Die Texterkennung läuft auf dem eigenen Server.

    Was passiert bei einem schlechten Scan?

    Jedes ausgelesene Feld bekommt einen Konfidenzwert. Liegt eines unter der Schwelle, landet der Beleg in der Klärung statt in der Buchhaltung — meist sind das zwei oder drei Felder und eine Minute Arbeit. Das ist der Unterschied zu Werkzeugen, die im Zweifel raten.

    Verlassen unsere Belege den Server?

    Nein. Die Texterkennung läuft als eigener Dienst auf derselben Maschine wie die Anwendung. Es gibt keinen externen Sprachmodell-Anbieter in der Verarbeitungskette und entsprechend auch keinen in der Liste der Sub-Prozessoren.

    Lernt das System unsere Lieferanten kennen?

    Ja. Nach den ersten Belegen eines Lieferanten sind Anschrift, Steuernummer und Bankverbindung hinterlegt. Ab dann wird jede neue Rechnung dagegen abgeglichen — das ist die Grundlage der IBAN-Wechsel-Erkennung.

  3. 08:03

    Prüfen

    Schritt 3 — automatisch

    Pflichtangaben nach §14 UStG, Dublettenabgleich gegen die gesamte Historie, IBAN-Prüfsumme und -Wechsel, Frist und Skonto. Regelbasiert, jedes Ergebnis nachvollziehbar begründet.

    Woher weiß ich, warum ein Beleg beanstandet wurde?

    Das Prüfprotokoll nennt jede angewandte Regel mit ihrem Ergebnis — nicht nur „Fehler", sondern „IBAN weicht von der hinterlegten Bankverbindung ab". Dieses Protokoll hängt dauerhaft am Beleg und geht in den Audit-Trail ein.

    Können wir eigene Regeln ergänzen?

    Freigabeschwellen, Zuständigkeiten und Kanäle konfigurieren Sie selbst. Zusätzliche fachliche Prüfregeln — etwa ein Abgleich gegen Ihre Bestellungen — sind Teil des Enterprise-Tarifs oder eines Projekts.

  4. 08:04

    Entscheiden

    Schritt 4 — Sie

    Unter Ihrer Freigabeschwelle: geprüft und abgelegt. Darüber: Der zuständige Genehmiger sieht den Beleg mit Prüfprotokoll in seiner Warteschlange — 4-Augen-Prinzip.

    Was sieht der Genehmiger?

    Ausschließlich seine offenen Freigaben, mit dem Beleg und dem vollständigen Prüfprotokoll daneben. Nicht das gesamte Belegarchiv und keine Auswertung. Wer nur freigeben soll, bekommt auch nur das zu sehen.

    Was, wenn der Genehmiger im Urlaub ist?

    Ab Tarif Business gibt es Vertretungsregelungen in mehrstufigen Freigabeketten. Darunter geben Sie die Zuständigkeit in den Einstellungen um — beides wird protokolliert.

    Kann eine Person Beleg und Freigabe gleichzeitig machen?

    Im 4-Augen-Prinzip nicht, das ist die ganze Idee. Deshalb setzt es mindestens zwei Benutzerkonten voraus und ist erst ab Tarif Medium verfügbar.

  5. 08:05

    Archivieren und exportieren

    Schritt 5 — automatisch

    Revisionssicher abgelegt, Audit-Trail fortgeschrieben, Buchungsdaten für den DATEV-Export bereitgestellt. Belege werden nie gelöscht, sondern nur storniert — die HMAC-Kette bleibt lückenlos prüfbar.

    Wie kommen die Daten zum Steuerberater?

    Als DATEV-Export im EXTF-Format, den Sie monatlich ziehen. Auf Wunsch bekommt Ihr Steuerberater stattdessen einen Nur-Lese-Zugang und holt sich die Auswertung selbst.

    Was, wenn ein Beleg falsch erfasst wurde?

    Er wird storniert, nicht gelöscht — mit Grund und verantwortlicher Person. Der Vorgang bleibt sichtbar. Das ist keine Einschränkung, sondern genau das, was die GoBD verlangen und was eine Betriebsprüfung sehen will.

Bezahlt wird nie automatisch.

OMNI Audit prüft, dokumentiert und exportiert. Die Zahlung lösen Sie in Ihrem Bankprogramm aus. Diese Grenze verschieben wir nicht — auch nicht auf Wunsch.

Vom Gespräch zum Betrieb

Ein bis zwei Wochen, und der größte Teil davon ist Abstimmung.

Die technische Einrichtung eines Mandanten dauert Stunden. Was Zeit braucht, sind Ihre Entscheidungen.

Workshop

ein halber Tag

Wir gehen Ihre Belegwege durch: Wer erfasst, wer gibt frei, ab welchem Betrag, welche Kanäle kommen herein. Ergebnis ist eine Konfiguration, keine Präsentation.

Einrichtung

ein bis zwei Tage

Mandant aufsetzen, Eingangskanäle anbinden, Benutzer und Rollen anlegen, Freigabeschwellen setzen, Lieferantenstammdaten importieren, falls vorhanden.

Parallelbetrieb

ein bis zwei Wochen

Sie arbeiten weiter wie bisher und schicken dieselben Belege zusätzlich durch OMNI Audit. So sehen Sie an Ihren echten Rechnungen, was das System findet — ohne Risiko.

Umstellung

ein Tag

Schulung für Buchhaltung und Genehmiger, Übergabe der Verfahrensdokumentation, Abschaltung des alten Wegs. Danach läuft der Regelbetrieb.

Es gibt keine Datenmigration im großen Stil: OMNI Audit beginnt mit dem laufenden Belegeingang. Ihre Altbelege bleiben, wo sie sind.