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Sicherheit und Compliance

Gebaut für die Betriebsprüfung.

GoBD, DSGVO und der EU AI Act sind für den deutschen Mittelstand keine Randnotiz. OMNI Audit behandelt sie als Architekturvorgabe, nicht als nachträgliches Feature.

Sechs Entscheidungen, die den Unterschied machen

GoBD als Invariante im Datenmodell

Belege werden nie gelöscht, sondern nur storniert. Protokoll, Prüfungen, Genehmigungen und Archiv sind auf Datenbankebene gegen Änderung und Löschung gesperrt — nicht nur in der Anwendungslogik.

GoBD als Invariante im Datenmodell

Der Unterschied ist entscheidend: Wenn die Unveränderbarkeit nur darin besteht, dass die Oberfläche keinen Löschen-Knopf anbietet, hebt der erste Programmierfehler oder der erste direkte Datenbankzugriff sie auf. Bei OMNI Audit verweigert die Datenbank selbst UPDATE und DELETE auf diesen Tabellen. Die Anwendung könnte sie nicht überschreiben, selbst wenn sie es versuchte.

Kryptografisch verketteter Audit-Trail

Jede Mutation schreibt in derselben Transaktion einen Protokolleintrag, der per HMAC an den vorherigen gebunden ist. Ein nachträglich geänderter Eintrag bricht die Kette sichtbar auf.

Kryptografisch verketteter Audit-Trail

Jeder Eintrag enthält einen Prüfwert über seinen eigenen Inhalt und den Prüfwert seines Vorgängers. Wer einen Eintrag ändert, müsste alle nachfolgenden Prüfwerte neu berechnen — und dafür den geheimen Schlüssel kennen. Die Kette lässt sich auf Knopfdruck durchrechnen; das Ergebnis nennt den ersten Eintrag, ab dem sie nicht mehr aufgeht. Weil der Protokolleintrag in derselben Transaktion geschrieben wird wie die Änderung, kann es keine Änderung ohne Protokoll geben.

Texterkennung on-premise

Die Texterkennung läuft als eigener Dienst auf demselben Server wie die Anwendung. Belegdaten werden an keinen externen Sprachmodell-Anbieter übertragen — es gibt keinen solchen Sub-Prozessor.

Texterkennung on-premise

Das ist kein Verzicht, sondern eine Abwägung. Ein Cloud-Sprachmodell liest schlechte Scans etwas besser. Dafür wandert jeder Beleg mit Lieferant, Betrag und Bankverbindung zu einem Dritten, oft außerhalb der EU, und muss im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und im Auftragsverarbeitungsvertrag geführt werden. Wir haben uns für die Variante entschieden, bei der die Frage gar nicht erst entsteht.

Eigene Datenbank je Mandant

Jeder Mandant bekommt eine eigene PostgreSQL-Datenbank statt einer geteilten Tabelle mit Mandantenspalte. Isolation entsteht durch die Konstruktion, nicht durch korrekt gesetzte Filter.

Eigene Datenbank je Mandant

Bei geteilten Tabellen hängt die Mandantentrennung an einer WHERE-Bedingung in jeder einzelnen Abfrage. Eine vergessene Bedingung — in einem Report, einer Migration, einem Exportskript — legt fremde Daten offen. Bei getrennten Datenbanken existiert dieser Fehler nicht: Eine Verbindung zur Datenbank des einen Mandanten kann die des anderen nicht sehen. Der Preis ist mehr Betriebsaufwand. Den tragen wir.

Hosting in Deutschland

Server in Deutschland, Auftragsverarbeitungsvertrag, dokumentierte Sub-Prozessoren. Eine Löschung außerhalb der Aufbewahrungspflicht ist das Verwerfen einer einzelnen Datenbank.

Hosting in Deutschland

Die Anwendung, die Datenbank, der Belegspeicher und die Texterkennung laufen auf Servern in Deutschland. Es gibt keine Drittlandübermittlung in der Produktivumgebung und damit keine Diskussion über Standardvertragsklauseln oder Angemessenheitsbeschlüsse. Den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO stellen wir vor Vertragsschluss zur Prüfung bereit.

EU AI Act berücksichtigt

Die eingesetzte Mustererkennung beschränkt sich auf Texterkennung. Die entscheidungsrelevanten Prüfungen sind regelbasiert und damit erklärbar — die Freigabe trifft immer ein Mensch.

EU AI Act berücksichtigt

Die Verordnung (EU) 2024/1689 knüpft Pflichten an das Risiko des Einsatzes. Texterkennung, die einen Betrag aus einem Bild liest, ist kein Hochrisikosystem. Entscheidend ist, was danach passiert: Bei OMNI Audit entscheiden ausformulierte Regeln, nicht ein Modell — und die Freigabe trifft eine Person, deren Name im Protokoll steht. Es gibt keine automatisierte Entscheidung im Sinne des Art. 22 DSGVO, weil nie automatisch gezahlt wird.

Was wir bewusst nicht tun

Die vier Grenzen, die wir nicht verschieben.

Jede davon wäre technisch machbar und würde das Produkt bequemer machen. Wir halten den Preis für zu hoch.

Keine automatische Zahlung

OMNI Audit prüft, dokumentiert und exportiert. Es überweist nicht. Eine Software, die selbstständig Geld bewegt, braucht eine Fehlertoleranz, die wir nicht garantieren können.

Keine Belegdaten an externe Sprachmodelle

Auch nicht anonymisiert, auch nicht zur Verbesserung der Erkennung. Ein Beleg enthält Lieferant, Betrag und Bankverbindung — das ist nichts, was in fremde Trainingsdaten gehört.

Kein Löschen von Belegen

Auch nicht auf Kundenwunsch, solange die Aufbewahrungsfrist läuft. Stornieren ja, löschen nein. Das ist der Kern des GoBD-Versprechens.

Kein Tracking auf dieser Website

Keine Analysewerkzeuge, keine Cookies, keine Schriften von fremden Servern. Wer eine Website über Datenschutz besucht, sollte dabei nicht vermessen werden.

Zum Vorlegen

Was Ihr Steuerberater und Ihr Datenschutzbeauftragter bekommen.

Alles auf Anfrage vor Vertragsschluss. Wir erwarten, dass Sie beide prüfen lassen — dafür sind die Unterlagen da.

Auftragsverarbeitungsvertrag

Nach Art. 28 DSGVO, mit vollständiger Liste der Sub-Prozessoren und technisch-organisatorischen Maßnahmen.

Verfahrensdokumentation

Auf Ihre Abläufe zugeschnitten, nicht als Produktbroschüre. Teil der Einrichtung, nicht Aufpreis.

Beschreibung der Prüfregeln

Welche Regel was prüft und wie das Ergebnis zustande kommt. Grundlage dafür, dass Ihr Steuerberater dem Prüfergebnis vertraut.

Nachweis der Audit-Kette

Die Prüfung der HMAC-Kette lässt sich jederzeit ausführen und als Ergebnis vorlegen.

Fragen zu Compliance und Betrieb

Ist das wirklich GoBD- und DSGVO-konform?

Die GoBD-Anforderungen sind im Datenmodell verankert, nicht nur in der Oberfläche: Belege werden nie gelöscht, Protokoll und Archiv sind auf Datenbankebene schreibgeschützt, jede Mutation schreibt einen HMAC-verketteten Protokolleintrag. Dazu Hosting in Deutschland, Auftragsverarbeitungsvertrag und eine mitgelieferte Verfahrensdokumentation. Lassen Sie beides vorab von Ihrem Steuerberater und Datenschutzbeauftragten prüfen — genau dafür liefern wir die Unterlagen mit.

Gehen unsere Belegdaten an ein KI-Unternehmen?

Nein. Die Texterkennung läuft auf demselben Server wie die Anwendung. Es gibt keinen externen Sprachmodell-Anbieter in der Verarbeitungskette und entsprechend auch keinen in der Sub-Prozessoren-Liste. Ihre Belege verlassen das Hosting nicht.

Was passiert, wenn sich die Erkennung irrt?

Die entscheidungsrelevanten Prüfungen — §14 UStG, IBAN, Dublette, Fristen — laufen regelbasiert und sind damit vollständig nachvollziehbar. Die Mustererkennung wird nur beim Auslesen eingesetzt und liefert je Feld einen Konfidenzwert. Liegt der unter der Schwelle, wird das Feld zur Bestätigung vorgelegt, statt geraten zu werden. Und gezahlt wird ohnehin nie automatisch.

Brauchen wir eine eigene IT-Abteilung?

Nein. Server, Hosting, Einrichtung, Sicherung und Betrieb übernehmen wir vollständig. Sie arbeiten im Browser. Wer maximale Datenhoheit möchte, kann OMNI Audit auf Wunsch im eigenen Haus betreiben — das ist die Ausnahme, nicht der Standard.