Leistungsumfang
Was OMNI Audit mit jeder einzelnen Rechnung macht.
Vier Bereiche, aufgeteilt in Reiter. Sie müssen nicht alles lesen — springen Sie zu dem, was Ihre Frage beantwortet.
Jeder Beleg durchläuft dieselben Prüfungen. Ohne Ausnahme.
Es gibt keinen Eingangskanal mit schwächeren Regeln und keinen Beleg, der wegen Zeitdruck durchgewunken wird. Was geprüft wird, steht fest — und jedes Ergebnis steht begründet im Protokoll.
Empfangen über vier Kanäle
Upload im Browser, überwachter WebDAV-Ordner, Rechnungspostfach per IMAP oder Scanner-Verzeichnis. Alle vier laufen durch denselben Prüfpfad — es gibt technisch nur einen.
Auslesen mit Konfidenzwert
Lieferant, Betrag, Datum, IBAN, Steuerbeträge und Zahlungsziel werden extrahiert. Jedes Feld bekommt einen Konfidenzwert. Unsichere Felder werden vorgelegt, statt stillschweigend falsch übernommen zu werden.
Pflichtangaben nach §14 UStG
Steuernummer oder USt-IdNr., vollständige Anschriften, Leistungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Steuersatz und -betrag. Fehlt eine Angabe, ist der Vorsteuerabzug gefährdet — der Beleg wird markiert, bevor er in die Buchhaltung wandert.
Fristen und Skonto
Zahlungsziel und Skontofrist werden beim Auslesen erkannt. Fristnahe Belege wandern in der Warteschlange nach oben, bevor die Frist läuft — nicht danach.
Freigabeschwellen nach Ihren Regeln
Unter Ihrer Schwelle: geprüft und abgelegt. Darüber: Der zuständige Genehmiger bekommt den Beleg samt Prüfprotokoll in seine Warteschlange.
4-Augen-Freigabe
Der Genehmiger sieht ausschließlich seine offenen Freigaben — nicht das ganze Belegarchiv. Jede Freigabe wird mit Person, Zeitpunkt und Prüfstand festgeschrieben. Ab Tarif Medium.
Häufig gefragt zu diesem Bereich
Was heißt „regelbasiert" konkret?
Die entscheidungsrelevanten Prüfungen sind ausformulierte Regeln, keine Modellvorhersagen. Dieselbe Rechnung liefert heute und in zwei Jahren dasselbe Ergebnis, und das Protokoll nennt die Regel, die angeschlagen hat. Ein Sprachmodell könnte das nicht garantieren — deshalb setzen wir dort keines ein.
Was passiert mit einem Beleg, der eine Prüfung nicht besteht?
Er wird zurückgehalten und landet in der Klärung, nicht in der Buchhaltung. Sie sehen, welche Regel angeschlagen hat und warum. Sie können den Befund nach Prüfung übersteuern — das wird dann als bewusste Entscheidung mit Ihrem Namen protokolliert, statt lautlos zu verschwinden.
Wird automatisch bezahlt?
Nein, unter keinen Umständen. OMNI Audit prüft, dokumentiert und exportiert. Die Zahlung lösen Sie in Ihrem Bankprogramm aus. Wir halten das für eine Grenze, die Software nicht überschreiten sollte.
Wie viel bleibt an uns hängen?
Erfahrungsgemäß rund 20 % der Belege: Sonderfälle, unleserliche Scans, Lieferantenklärung, Beträge über Ihrer Freigabeschwelle. Die restlichen 80 % laufen durch. Wir versprechen bewusst keine 100 % — die gibt es in der Buchhaltung nicht.
Die zwei Fälle, die richtig teuer werden.
Dublette und IBAN-Wechsel sind die beiden Angriffe, bei denen das Geld weg ist, bevor jemand etwas merkt. Beide sind mit Aufmerksamkeit allein nicht zuverlässig abzufangen — mit einem vollständigen Abgleich gegen die Historie schon.
IBAN-Wechsel beim Stammlieferanten
OMNI Audit kennt die hinterlegte Bankverbindung jedes Lieferanten. Weicht die IBAN auf der Rechnung ab, wird der Beleg zurückgehalten — vor der Zahlung, nicht danach. Der häufigste Weg, wie mittelständische Unternehmen fünfstellige Beträge verlieren.
Dublette gegen die gesamte Historie
Rechnungsnummer, Lieferant und Betrag werden gegen alle je erfassten Belege verglichen, nicht nur gegen das laufende Quartal. Der Abgleich toleriert Lesefehler der Texterkennung — sonst würde ein verrutschter Ziffernscan die Dublette durchlassen.
IBAN-Prüfsumme
Jede IBAN wird gegen ihre Prüfziffer validiert. Tippfehler und manipulierte Nummern fallen auf, bevor eine Überweisung darauf angelegt wird.
Plausibilität des Betrags
Ein Beleg, der weit über dem liegt, was dieser Lieferant sonst stellt, bekommt einen Hinweis. Keine Sperre — ein Anlass hinzusehen.
Häufig gefragt zu diesem Bereich
Was, wenn der Lieferant seine Bankverbindung wirklich geändert hat?
Dann bestätigen Sie die neue IBAN einmal — idealerweise nach einem Rückruf unter der Ihnen bekannten Nummer, nicht unter der auf der Rechnung. Danach gilt sie als hinterlegt, und der nächste Beleg läuft ohne Warnung durch. Der Wechsel selbst bleibt im Audit-Trail dokumentiert.
Warum reicht Aufmerksamkeit nicht?
Weil ein IBAN-Wechsel bei einem Lieferanten, mit dem Sie seit Jahren arbeiten, genau dann kommt, wenn niemand damit rechnet — und weil eine IBAN 22 Zeichen hat, von denen im Zweifel zwei getauscht sind. Menschen prüfen sowas zuverlässig beim ersten Beleg und nicht mehr beim zweihundertsten. Software prüft jeden.
Erkennt das auch die zweite Rechnung als Zahlungserinnerung?
Ja, das ist der häufigste Dublettenfall überhaupt: derselbe Beleg, einmal per Post und einmal als Mahnung per Mail. Der Abgleich erfasst beide Kanäle, weil beide durch denselben Ingest-Pfad laufen.
Unveränderbarkeit, die aus der Datenbank kommt — nicht aus einer Zusage.
Viele Systeme sind GoBD-konform, weil die Anwendung keinen Löschen-Knopf anbietet. Das ist keine Unveränderbarkeit, das ist eine fehlende Schaltfläche. Bei OMNI Audit liegt die Sperre eine Ebene tiefer.
Belege werden nie gelöscht
Ein irrtümlich erfasster Beleg wird storniert, nicht entfernt. Der Vorgang bleibt sichtbar, samt Grund und verantwortlicher Person. Genau das erwartet die Betriebsprüfung.
Schreibschutz auf Datenbankebene
Protokoll, Prüfungen, Genehmigungen und Archiv sind per Datenbankregel gegen UPDATE und DELETE gesperrt. Auch ein Fehler in der Anwendung könnte sie nicht überschreiben.
HMAC-verketteter Audit-Trail
Jede Mutation schreibt in derselben Transaktion einen Protokolleintrag, der kryptografisch an den vorherigen gebunden ist. Ein nachträglich geänderter Eintrag bricht die Kette sichtbar auf.
Eigene Datenbank je Mandant
Kein geteilter Tabellenraum mit Mandantenspalte. Isolation entsteht durch die Konstruktion, nicht durch einen Filter, den jemand korrekt setzen muss.
Häufig gefragt zu diesem Bereich
Können wir die Unversehrtheit selbst nachweisen?
Ja. Die Audit-Kette lässt sich auf Knopfdruck durchrechnen. Das Ergebnis ist eine Aussage darüber, ob die Kette lückenlos ist und ab welchem Eintrag sie es gegebenenfalls nicht mehr wäre. Das ist ein Nachweis, den Sie einem Prüfer vorlegen können.
Bekommen wir eine Verfahrensdokumentation?
Ja, sie ist Teil der Einrichtung. Die GoBD verlangen sie, und ohne sie nützt die beste technische Umsetzung wenig. Sie beschreibt Ihre konkreten Abläufe, nicht nur das Produkt.
Wie lange werden Belege aufbewahrt?
So lange, wie Ihre gesetzliche Aufbewahrungsfrist läuft — bei Rechnungen in der Regel acht Jahre. Eine automatische Löschung nach Fristablauf gibt es bewusst nicht; das Verwerfen von Aufzeichnungen ist eine Entscheidung, die Sie treffen, nicht die Software.
Was ist mit dem Löschrecht nach Art. 17 DSGVO?
Handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten gehen dem Löschanspruch vor, solange sie laufen (Art. 17 Abs. 3 lit. b DSGVO). Für Daten außerhalb dieser Pflicht — etwa Ihre Benutzerkonten — ist die Löschung das Verwerfen einer einzelnen Datenbank.
Ihre Buchhaltungssoftware bleibt, wie sie ist.
OMNI Audit sitzt vor Ihrer Buchhaltung, nicht an ihrer Stelle. Was hinten herauskommt, sind geprüfte, strukturierte Daten — kein weiteres System, das Sie pflegen müssen.
DATEV-Export im EXTF-Format
Der Standard, den Ihr Steuerberater erwartet. Geprüfte Belege gehen als Buchungsstapel hinaus, statt als Stapel PDF-Dateien. Ab Tarif Medium.
Monatsauswertung
Belegvolumen, Prüfergebnisse, offene Freigaben und Fristen auf einen Blick. Gedacht für das Monatsgespräch mit dem Steuerberater, nicht als weiteres Dashboard zum Anschauen.
Nur-Lese-Zugang für den Steuerberater
Auf Wunsch bekommt Ihr Steuerberater Einsicht in Auswertung und Protokoll, ohne etwas ändern zu können. Das erspart den Belegversand per Mail. Ab Tarif Business.
Vollständiger Datenexport
Bei Vertragsende: alle Belege als PDF, alle Buchungsdaten als DATEV-Export, der komplette Audit-Trail als CSV. Ohne Gebühr und ohne Nachfragen.
Häufig gefragt zu diesem Bereich
Müssen wir DATEV einsetzen?
Nein. Der EXTF-Export ist das gängigste Format, aber Sie können die geprüften Daten auch als CSV weiterverarbeiten. Wenn Ihr Steuerberater ein anderes Format braucht, sprechen Sie uns an — das ist meist eine Frage von Tagen, nicht von Monaten.
Kontiert OMNI Audit die Belege?
Heute nicht. Der Export liefert geprüfte Belegdaten, die Kontierung erfolgt in Ihrer Buchhaltung. Lernende Kontierungsvorschläge stehen auf der Roadmap — wir bewerben sie nicht als vorhanden, solange sie es nicht sind.
Was sagt unser Steuerberater dazu?
In aller Regel: endlich sauber vorerfasst. Er bekommt strukturierte Daten mit dokumentiertem Prüfergebnis statt unsortierter Belege. Das reduziert Rückfragen und Aufwand pro Mandat — beides zahlt am Ende auf Ihre Rechnung ein.
Teuer, wenn niemand hinsieht
Fünf Fälle, die Geld kosten — und wie OMNI Audit sie abfängt
Jeder dieser Fälle ist in Buchhaltungen Alltag. Klappen Sie auf, was passiert, wenn er durchrutscht.
Dublette
Was passiert ohne Prüfung
Dieselbe Rechnung kommt ein zweites Mal — als Erinnerung oder über einen anderen Kanal. Ohne Abgleich wird sie ein zweites Mal bezahlt. Der Schaden liegt schnell im vierstelligen Bereich.
Was OMNI Audit tut
OMNI Audit vergleicht Rechnungsnummer, Lieferant und Betrag mit der gesamten Historie — auch bei Lesefehlern in der Texterkennung. Ein Treffer wird markiert und zurückgehalten, nie automatisch gebucht.
IBAN-Wechsel beim Stammlieferanten
Was passiert ohne Prüfung
Ein langjähriger Lieferant hat plötzlich eine neue Bankverbindung auf der Rechnung. Ein klassischer Betrugsversuch: Das Geld landet beim Angreifer und ist in aller Regel verloren.
Was OMNI Audit tut
Die hinterlegte IBAN jedes Lieferanten ist bekannt. Weicht die Rechnung davon ab, gibt es eine Warnung vor der Freigabe — nicht nach der Überweisung.
Fehlende Pflichtangabe nach §14 UStG
Was passiert ohne Prüfung
Steuernummer fehlt, Leistungsdatum unklar, Anschrift falsch — und der Vorsteuerabzug entfällt. Das fällt oft erst in der Betriebsprüfung auf, dann rückwirkend für Jahre.
Was OMNI Audit tut
Alle Pflichtangaben werden regelbasiert geprüft. Fehlt eine, wird der Beleg markiert, bevor er in die Buchhaltung wandert.
Verpasste Skonto-Frist
Was passiert ohne Prüfung
2 % Skonto bei Zahlung in 10 Tagen — und die Rechnung liegt 12 Tage im Stapel. Bei mittlerem Belegvolumen summiert sich das über ein Jahr auf einen vierstelligen Betrag.
Was OMNI Audit tut
Zahlungsziel und Skonto-Frist werden beim Auslesen erkannt. Fristnahe Belege wandern in der Warteschlange nach oben, bevor die Frist läuft.
Unleserlicher Scan
Was passiert ohne Prüfung
Verknitterter Bon, schiefes Foto, blasser Toner. Reine Texterkennung rät — und übernimmt still einen falschen Betrag in die Buchhaltung.
Was OMNI Audit tut
Jedes Feld bekommt einen Konfidenzwert. Liegt er unter der Schwelle, wird das Feld zur Bestätigung vorgelegt, statt einen geratenen Wert zu buchen.
Regeln und Modelle, sauber getrennt
Regelbasiert, wo es um Compliance geht. Modelle nur da, wo Lesen nötig ist.
Genau diese Trennung macht OMNI Audit nachvollziehbarer und günstiger als Werkzeuge, die alles einem Sprachmodell überlassen.
Deterministisch — regelbasiert
- Pflichtangaben nach §14 UStG
- IBAN-Prüfsumme und Abgleich mit den Stammdaten
- Dublettenprüfung gegen die gesamte Historie
- Zahlungsziele, Fristen und Skonto
- Freigabeschwellen und 4-Augen-Prinzip
Jedes Ergebnis ist reproduzierbar und im Protokoll begründet.
Mustererkennung — auf dem eigenen Server
- Texterkennung auch bei schlechten Scans
- Felderkennung mit Konfidenzwert
- Zuordnung zu bekannten Lieferanten
- Plausibilitätshinweise auf auffällige Beträge
Die Texterkennung läuft on-premise. Belegdaten werden an keinen externen Sprachmodell-Anbieter übertragen.
Sehen Sie es an Ihren eigenen Belegen.
Wir werten zehn anonymisierte Rechnungen aus und zeigen Ihnen, was OMNI Audit darin findet — bevor Sie sich für irgendetwas entscheiden.